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Gleichheit als Herausforderung für die Grenzen der Demokratie.

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Termin24.09.2020
19:00  - 21:00
Veranstaltungsort Windscheidstraße 51
04277 Leipzig


VORTRAG UND GESPRÄCH

Referentin:

JULIA SCHULZE WESSEL

Moderne Demokratien wurden immer auch von Kämpfen um Gleichheit begleitet. In ihnen werden traditionelle Grenzziehungen heraus-gefordert und dadurch auch immer gleichzeitig mit verhandelt, was wir in Demokratien überhaupt unter Gleichheit verstehen.

 In vielen Debatten bilden Grenzen die unausgesprochene und oftmals nicht weiter als rechtfertigungswürdig erscheinende Grundlage politischer Ordnung. Vor allem in den Zeiten nationalstaatlich organisierter Demokratien geben sie oftmals den Rahmen vor, in dem über zentrale politische Begriffe wie Freiheit, Gleichheit oder auch wohlfahrtstaatliche Solidarität nachgedacht und diskutiert wurde und wird.

Grenzen schaffen Ungleichheit und fordern so ein zentrales Versprechen von Demokratien heraus: dass alle Menschen als Gleiche anzuerkennen sind. Diese Grenz-Ziehungen werden jedoch durch verschiedene Grenzgänger*innen immer wieder in Frage gestellt – heute auch durch diejenigen, die durch territoriale Grenzen abgewehrt werden sollen.

In dem Vortrag soll die Spannung zwischen dem Versprechen auf Gleichheit und den Ungleichheit produzierenden Grenz-Ziehungen diskutiert werden. Damit wird gezeigt, in welcher Hinsicht Grenzgänger*innen Demokratien herausfordern.

JULIA SCHULZE WESSEL, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied anDemos – Institut für angewandte Demokratie- und Sozialforschung e.V. Ihr Studium der Sozialwissenschaften absolvierte sie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Die Forschungsschwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich der Politischen Theorie des Flüchtlings, Grenztheorie, Citizenship Studies und Demokratietheorie

Eintritt: 4,- | 2,-Euro ermäßigt 

Format: Vortrag