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Online! Das Recht auf Abtreibung in Zeiten eines antifeministischen „Backlash“

Anbieter*in
Termin10.12.2020
19:00  - 20:30
Veranstaltungsort Windscheidstraße 51
04277 Leipzig


Online!

VORTRAG und DISKUSSION

Referentin:
KATHARINA GÖPFARTH, Leipzig

In den USA und einigen europäischen Ländern beobachten wir seit einiger Zeit konservativ forcierte Bestrebungen, emanzipatorische Rechte zu beschränken. Besonders ernstzunehmende Auswirkungen hat dieser „Backlash“ auf den Bereich des Schwangerschaftsabbruchsrechts.

In den USA könnte mit dem Tod von Richterin Ruth Bader Ginsburg und der Supreme Court-Nominierung von Amy Coney Barrett – einer bekennenden Abtreibungsgegnerin – nun der feministische Albtraum wahr werden, vor dem Beobachter*innen schon seit längerem warnen: Die Grundsatzentscheidung Roe v. Wade aus dem Jahr 1973, in der das Recht auf Abtreibung zu einer fundamentalen Freiheit erklärt wurde, könnte verworfen werden. Für den Fall, dass der Senat der Ernennung von Barrett zustimmt, wird eine 6:3 Mehrheit für dieses Vorhaben am Obersten Gerichtshof prognostiziert.

Doch auch in Europa gibt es sehr bedenkliche Entwicklungen. In Polen wurde während der Corona-Krise ein Gesetzentwurf, nach dem Abtreibung komplett verboten wäre, in der ersten parlamentarischen Lesung angenommen. Besorgniserregend erscheint zudem das 2013 gegründete ultrakonservative Lobby-Netzwerk „Agenda Europe“. Laut deren Manifest hat sich „der sexuelle Akt von seinem primären Zweck“ getrennt – der Fortpflanzung. Ziel dieses Netzwerkes ist es, in den Bereichen Ehe und Familie sowie dem Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, emanzipatorische Gesetze zu blockieren. Einige Erfolge konnten sie hierbei bereits erzielen. KATHARINA GÖPFARTH, wird diese Entwicklungen aus historischer und rechtsvergleichender
Perspektive beleuchten.

Teilnahme-Link unter www.frauenkultur-leipzig.de

Format: Vortrag

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