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Online! Die Hexenprozesse von Salem

Anbieter*in
Termin12.12.2020
15:00  - 16:30
Veranstaltungsort Windscheidstraße 51
04277 Leipzig


Online!

VORTRAG und DISKUSSION

Referentin:
Madeleine Apitzsch
M.A. Germanistik und Mitglied des „Arbeitskreis Aufarbeitung Hexenverfolgung Leipzig“

In den 1620er Jahren gründeten puritanische englische Siedler*innen die Massachusetts Bay Colony – das Gebiet des heutigen US-Bundesstaats Massachusetts. Salem war eine der ersten Siedlungen, zu der auch das Dorf Salem Village, nahe der Stadt Salem, gehörte. Im Jahr 1692 häuften sich die Anklagen und Verurteilungen wegen Hexerei in Salem Village. Auslöser war das Verhalten der Mädchen Elisabeth Parris und Abigail Williams, welche an Krampfanfällen litten und zeitweise in tranceähnliche Zustände verfielen. Da kein organisches Leiden festgestellt werden konnte, mussten die Mädchen laut ärztlicher Diagnose „verhext“ worden sein. Daraufhin kam es zu gegenseitigen Denunziationen innerhalb der Gemeinde. Es fanden fortan Hexenprozesse statt, die zahlreiche Hinrichtungen zur Folge hatten. Nach dem teilweisen Zusammenbruch dörflich existentieller Lebensnotwendigkeiten (nichteingebrachte Ernte, unterbliebene notwendige Arbeiten...) und mit dem Eingreifen des Gouverneurs William Phips wurden die Hexenprozesse von Salem 1693 beendet.

Vielfach rezipiert in Literatur, Film und Musik ist Salem ein Synonym für „Hexerei“ und „Hexenverfolgung“ wie kein anderer Ort. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass Salem bis heute mit „witchcraft“ assoziiert wird… und inwiefern historische Ereignisse, neuere künstlerische Rezeptionen, aber auch moderne Marketingstrategien daran Anteil haben, sind Leitfragen des Vortrags.

Teilnahme-Link unter www.frauenkultur-leipzig.de

 

Format: Vortrag

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