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#gendertroubled. Antifeminismus und Mobilisierungen gegen „Gender“

Anbieter*in
SFB 1285 – Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung u.a.
Termin04.06.2019
19:00  - 21:30
Veranstaltungsort
Klemperer-Saal in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB)


Vortrags- und Diskussionsabend mit Franziska Schutzbach und Juliane Lang

 

Seitdem sich Frauen für ihre Rechte, für Entscheidungsmacht über ihr eigenes Leben und Chancengleichheit einsetzen, müssen sie mit harschem Gegenwind rechnen. Dabei variiert der Antifeminismus über die Jahrzehnte in Formen, Schwerpunkten und Strategien. In der jüngsten Zeit ist insbesondere der Begriff gender von Seiten neuer rechter und anderer antifeministischer Akteur*innen in einen Kampfbegriff verwandelt worden. Unter dem Vorwurf des „Genderismus“ werden Personen, die sich politisch oder wissenschaftlich zu Geschlechterverhältnissen äußern, öffentlich beleidigt und bedroht. Erkenntnisse sozial- und kulturwissenschaftlicher Forschungen zu Geschlecht werden pauschal abgewertet, Gleichstellungsmaßnahmen lächerlich gemacht und für überflüssig erklärt. Solche Akte der Schmähung und Herabsetzung sind ein zentraler Bestandteil der Mobilisierung im Konflikt um den Erhalt und die Veränderung von Geschlechterverhältnissen. Der Diskurs um Gender ermöglicht einen Brückenschlag zwischen rechten Weltanschauungen und jenen, die als der bürgerlichen Mitte zugehörig gelten.

 

Im Rahmen des Vortrags- und Diskussionsabend referiert Franziska Schutzbach über rechte Diskursstrategien und -verschiebungen. Juliane Lang beleuchtet in ihrem Beitrag die dahinterliegende Akteurslandschaft. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum soll die Frage nach Gegenstrategien im Mittelpunkt stehen.

 

Termin:

 

Dienstag, 04. Juni 2019; 19:00 Uhr

 

Klemperer-Saal (SLUB, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek), Dresden

 

Eine Kooperationsveranstaltung des SFB 1285 – Invektivität. Konstellationen und Dynamiken der Herabsetzung und des Instituts für Soziologie der TU Dresden.

 

Referentinnen:

 

Franziska Schutzbach (Basel), Geschlechterforscherin und Soziologin, Autorin von „Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick“ (Zürich/München 2019)

 

Juliane Lang (Berlin/Marburg), Erziehungs- und Geschlechterwissenschaftlerin, Mitherausgeberin von „Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt“ (Hamburg 2018)

 

Moderation:

 

Felix Schilk (Institut für Soziologie, TU Dresden)

 

Organisatorinnen: Sonja Engel (SFB 1285 Invektivität, TU Dresden), Jana Günther (Institut für Soziologie, TU Dresden)

 

Anmeldung: nicht notwendig

Eintritt: frei

 

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die durch beleidigende, sexistische, rassistische, nationalistische, antisemitische, anti-muslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Gleiches gilt für Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen oder die bereits in der Vergangenheit durch derartiges Verhalten in Erscheinung getreten sind.